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Ist Autogas in Deutschland legal?

Unter Auflagen

Ein Autogas-Umbau (LPG) ist in Deutschland legal und weit verbreitet - aber nur mit genehmigter Anlage, Gassystemeinbauprüfung, Abnahme und Eintragung. Wer die Anlage ohne diese Schritte einbaut, fährt mit erloschener Betriebserlaubnis.

Warum?

Eine Flüssiggasanlage fällt unter § 41a StVZO. Zulässig ist der Umbau, wenn die Anlage eine Systemgenehmigung nach ECE R115 hat oder aus bauartgenehmigten Komponenten besteht. Direkt nach dem Einbau schreibt der Gesetzgeber eine Gassystemeinbauprüfung (GSP) durch eine anerkannte Prüforganisation wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS vor - erst sie bestätigt, dass Tank, Leitungen und Verdampfer fachgerecht und dicht sitzen.

Nach bestandener GSP folgt die Änderungsabnahme nach § 19 Abs. 3 StVZO und die Eintragung in die Zulassungsbescheinigung. Weil die Anlage in den Abgasstrang eingreift, muss das Fahrzeug seine ursprüngliche Abgasnorm weiter einhalten; das prüft der Sachverständige mit. Ist alles eingetragen, ist der Betrieb völlig regulär, und viele Modelle profitieren steuerlich sowie beim Kraftstoffpreis.

Wiederkehrend ist die Gasanlagenprüfung (GAP) fällig, die üblicherweise gemeinsam mit der Hauptuntersuchung erfolgt und die Dichtheit der Anlage bestätigt. Wer eine gebrauchte Anlage übernimmt oder selbst einbaut, kommt um GSP, Abnahme und Eintragung nicht herum. Ohne diese Nachweise gilt die Betriebserlaubnis als erloschen, und der Versicherungsschutz kann im Schadenfall wanken.

Wovon die Legalität abhängt

  • Die Autogasanlage braucht eine Systemgenehmigung nach ECE R115 oder bauartgenehmigte Komponenten.
  • Nach dem Einbau ist eine Gassystemeinbauprüfung (GSP) durch eine anerkannte Prüforganisation Pflicht.
  • Der Umbau wird per Änderungsabnahme nach § 19 Abs. 3 StVZO abgenommen und in die Papiere eingetragen.
  • Danach ist die Gasanlagenprüfung (GAP) wiederkehrend fällig, in der Regel im Rhythmus der Hauptuntersuchung.
  • Das Abgasverhalten muss die für das Fahrzeug geltende Abgasnorm weiter einhalten.

Legale Alternativen

  • Einbau durch eine Fachwerkstatt mit R115-Anlage inklusive GSP, Abnahme und Eintragung.
  • Werksseitige oder ab Werk freigegebene LPG-Ausführung, falls für dein Modell angeboten.
  • Autogas-Nachrüstsätze mit vollständigem Gutachtenpaket namhafter Anbieter.

Hängt es vom Auto ab?

Ja. Nicht jeder Motor ist geeignet - Direkteinspritzer und einige moderne Turbomotoren brauchen spezielle Anlagen oder eine Additivschmierung der Ventile, und für manche Fahrzeuge gibt es schlicht keine freigegebene Anlage. Für verbreitete Saugmotoren mit Saugrohreinspritzung ist der Umbau dagegen Routine.

Weitere Legalitäts-Guides

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Quellen

Diese Seite ist allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung, zu den Regeln in Deutschland für Autogas. Details hängen vom konkreten Fahrzeug ab und ändern sich - kläre Umbauten vor dem Einbau mit deiner Versicherung und deine Prüfstelle (TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS).